
KAUFBERATUNG
Strom im Tiny House beginnt beim Verbrauch
Ein Wochenende braucht eine andere Lösung als ganzjähriges Wohnen. Prüfe zuerst Geräte, Nutzungszeiten und Lademöglichkeiten.
Wohnsituationen vergleichenWas soll die Batterie leisten?
Eine Batterie speichert Strom für Zeiten mit wenig Solarertrag oder ohne Netzanschluss. Die Laufzeit hängt von nutzbarer Kapazität und Verbrauch ab.
Unterscheide drei Ziele: einzelne Geräte versorgen, einen Abend überbrücken oder mehrere Tage unabhängig wohnen. Eine größere Batterie allein ersetzt keine ausreichende Lademöglichkeit.
Wie nutzt du dein Tiny House?
Gelegentliche Wochenenden
Liste Licht, Telefon und Laptop auf. Rechne für den gesamten Aufenthalt, wenn du zwischendurch nicht laden kannst.
Ganzjährig ohne Stromnetz
Berücksichtige Kühlung, Pumpen und Kochen. Plane für sonnenarme Wintertage; Heizen kann den Strombedarf stark erhöhen.
Mit Netzanschluss
Lege fest, welche Zeiten und Geräte der Speicher abdecken soll. Ein netzgekoppeltes System bietet nicht automatisch Notstrom.
Drei Batterien zum Vergleichen
Dies sind Kapazitätsbeispiele, keine vollständigen Anlagenpläne oder Zusagen für ein ganzes Wochenende Strom. Solarmodule und Anschlussmaterial müssen zum genauen Modell passen.
Wenn: Wenige Geräte, kurzer Aufenthalt
→ EcoFlow RIVER 2 Pro (768 Wh)
Vergleiche den gemessenen Bedarf mit 768 Wh Nennkapazität. Ein 200-W-Modul ist ein Rechenbeispiel; prüfe auch Spannung, Strom und Anschlüsse.
Ansehen →Wenn: Mehr Alltagsgeräte
→ EcoFlow DELTA 2 (1024 Wh)
1024 Wh Nennkapazität garantieren keinen ganzen Tag. Vergleiche gleichzeitige Verbraucher und den Ertrag von beispielsweise 400 W Modulleistung mit dem tatsächlichen Bedarf.
Ansehen →Wenn: Mehr Speicherbedarf
→ Anker SOLIX F3800 (3840 Wh)
3840 Wh bieten mehr Nennkapazität, brauchen aber auch ausreichende Ladung. Eine 800-W-Modulanlage ist ein Beispiel, keine Zusage für tägliches Vollladen.
Ansehen →Rechne zuerst in Wattstunden
Energie in Wh = Leistung in W × Nutzungsstunden. Beispiel: Ein 50-W-Gerät benötigt in 4 Stunden 200 Wh. Addiere alle Geräte. Miss einen Kühlschrank über einen ganzen Tag, da der Kompressor nicht durchgehend läuft.
Die angegebene Batteriekapazität ist ein Nennwert. Umwandlungsverluste, Eigenverbrauch und eine eingestellte Reserve verringern die nutzbare Energie. Prüfe auch die Anlaufleistung. Ein 400-W-Modul liefert nicht den ganzen Tag 400 W: Jahreszeit, Schatten und Ausrichtung beeinflussen den Ertrag.
Drei Prüfungen vor der Auswahl
Speicher in Wh
Vergleiche den gemessenen Verbrauch mit nutzbarer Kapazität und Zeiten ohne Lademöglichkeit.
Leistung in W
Prüfe Dauerleistung, Anlaufleistung und gleichzeitige Lasten. Eine große Batterie bedeutet nicht automatisch einen starken Wechselrichter.
Laden und erweitern
Prüfe zulässige Module, Zusatzakkus und Kabel für jedes Modell. Berücksichtige Platz, Gewicht und Installation.
Vom Strombedarf zur sicheren Installation
Lass deinen Plan in dieser Reihenfolge prüfen. Dies ist keine Verdrahtungsanleitung.
- 1
Einen normalen Tag messen
Erfasse Verbrauch, Lastspitzen und unverzichtbare Geräte. Berücksichtige einen Wintertag.
- 2
Reserve festlegen
Lege die gewünschte Überbrückungszeit fest und welche Geräte bei einem Engpass aus bleiben.
- 3
Lademöglichkeiten prüfen
Lass Solarertrag, Schatten, Dachlast und sichere Kabelwege beurteilen.
- 4
Elektrischen Anschluss prüfen lassen
Lass feste Verkabelung, Erdung, Schutz und eine mögliche Umschaltung von einer Elektrofachkraft planen. Speise ein Haus niemals über ein improvisiertes Kabel zurück.
- 5
Vorgesehene Funktion testen
Prüfe Lasten und Ladeeinstellungen mit der Fachkraft. Bewahre die Anleitung auf und halte die Wartungsvorgaben ein.
Was sagt LiFePO4 über die Batterie aus?
LiFePO4, auch LFP genannt, ist eine Art Lithium-Ionen-Batterie. Die Zellchemie allein bestimmt nicht die Lebensdauer. Vergleiche Prüfbedingungen, Restkapazität nach Ladezyklen und Garantie des genauen Modells.
Auch LFP-Batterien brauchen korrekte Aufstellung, Ladung und Wartung. Sie sind nicht brandsicher im Sinne von brandfrei. Beachte die Ladetemperaturen: Entladen bei Kälte bedeutet nicht, dass Laden bei Frost erlaubt ist.
Geräteliste prüfen lassen
Schicke Verbrauch, Aufenthaltsdauer und Lademöglichkeiten mit. So können wir passende Optionen gezielter vergleichen.
Beratung anfragenWinter und Wartung mitplanen
Ein Sommertest beweist nicht, dass die Anlage im Dezember genug liefert. Plane für mehrere sonnenarme Tage: weniger Verbrauch, eine geeignete andere Ladequelle oder vorübergehend einen anderen Aufenthaltsort.
Halte die Batterie zugänglich, trocken und außerhalb von Fluchtwegen. Beachte Herstellerabstände und Belüftung. Prüfe Kabel und Gehäuse auf Schäden. Ein Generator ist keine Standardvoraussetzung; betreibe Verbrennungsmotoren nie innen oder nahe offenen Fenstern und Türen.
Optionen im Vergleich
| Beispiel | Zu prüfender Tagesbedarf | Nennkapazität | Modulbeispiel | Zuerst prüfen |
|---|---|---|---|---|
| Kurzer Aufenthalt | 0,5–1 kWh | EcoFlow RIVER 2 Pro (768 Wh) | 200 W | Reicht es für den Aufenthalt ohne Laden? |
| Tägliche Nutzung | 1–3 kWh | EcoFlow DELTA 2 (1024 Wh) | 400 W | Speicher kann unter einem Tagesbedarf liegen. |
| Höherer Energiebedarf | 3–5 kWh | Anker SOLIX F3800 (3840 Wh) | 800 W | Lastspitzen und rechtzeitiges Nachladen prüfen. |
Beispielhafte Verbrauchsbereiche und Modulleistungen, keine gemessenen Tiny-House-Durchschnitte, Lieferpakete oder Angebote. Nennkapazität ist nicht vollständig nutzbar; prüfe Kompatibilität und Ertrag am Standort.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Solarmodule brauche ich?
Kann ich eine Autobatterie verwenden?
Was kostet ein vollständiges Inselstromsystem?
Wie lange hält eine Batterie?
Kann eine Batterie eine Waschmaschine versorgen?
Was tun bei längerer Bewölkung?
Kann ich mit Batteriestrom elektrisch heizen?
Brauche ich einen separaten Wechselrichter?
Noch unsicher? Sprich mit unseren Fachleuten
Wir helfen dir gerne, die passende Lösung für deine Situation zu finden.